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100 Kommunen erwerben 2016 erstmalig Anteile an der Schleswig-Holstein Netz AG

28.12.2016

Zahl der kommunalen Aktionäre steigt auf über 300 Städte und Gemeinden.

Immer mehr Kommunen beteiligen sich an der Schleswig-Holstein Netz AG. Das in diesem Jahr neu aufgelegte Angebot für Städte und Gemeinden, sich an der  Schleswig-Holstein Netz AG zu beteiligen, ist auf sehr große Zustimmung gestoßen: 103 Städte und Gemeinden haben in diesem Jahr erstmalig Anteile an der Schleswig-Holstein Netz AG erworben. Damit sind zwischenzeitlich insgesamt 313 Kommunen – also fast 30 Prozent  - in Schleswig-Holstein am größten Betreiber von Strom- und Gasnetzen im Land beteiligt.

„Durch die Beteiligung können die Kommunen vermehrt Einfluss auf das Thema Energiewirtschaft in ihrer Region nehmen und profitieren – gerade in diesen Zeiten - von einer sicheren Dividende“, sagt Helmut Andresen, Bürgermeister der Gemeinde Grödersby und Sprecher des Schleswig-Holstein Netzbeirats, in dem die Anteilseigner ihre Interessen gegenüber der Schleswig-Holstein Netz AG vertreten können.
 
„Die beteiligten Kommunen erhalten eine Garantiedividende von rund drei Prozent sowie eine Garantie auf das eingesetzte Kapital“, erläutert Andreas Fricke, Vorstand Schleswig-Holstein Netz AG und zuständig für die Finanzen. „Im kommenden Jahr wird allein die Garantiedividende für die beteiligten Städte und Gemeinden landesweit bei insgesamt mehr als acht Millionen Euro liegen.“

Insgesamt 240 Kommunen haben im Laufe des Jahres Anteile an der Schleswig-Holstein Netz AG erworben. Diese teilen sich in zwei Gruppen auf: Zum Einen 103 Neuaktionäre, die erstmalig Anteile an dem Netzbetreiber erworben haben sowie 138 Bestandsaktionäre, die aufgrund der bisherigen Erfahrungen ihre Anteile an dem Unternehmen erhöht haben.

Auffallend ist, dass sich vor allem in den Landesteilen mit vielen Erneuerbaren Energien auch viele Kommunen für unsere Arbeit interessieren und Anteilseigner an der SH Netz geworden sind. Zwei Drittel unserer kommunalen Aktionäre liegen in den drei Kreisen mit dem höchsten Anteil an Windkraft- und Photovoltaikanlagen: Dithmarschen, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg.

So sind in den großen Aktionärskreise Dithmarschen, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg EEG-Anlagen mit einer installierten Leistung von zusammen 5.400 Megawatt am Netz von SH Netz angeschlossen. Zum Vergleich: Die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg, in denen sich keine Gemeinde bislang an der Schleswig-Holstein Netz beteiligt hat, können zusammen eine installierte Leistung von zusammen nur etwa 300 Megawatt aus Erneuerbaren Energien aufweisen.

Die Aktien der Schleswig-Holstein Netz AG sind nicht börsennotiert und unterliegen daher auch nicht den dort üblichen Schwankungen. Der Kaufpreis der Aktien wurde durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ermittelt. Die Kommunen vertreten ihre Interessen in der Hauptversammlung, in der sie über eine Sperrminorität verfügen, in den verschiedenen Netzbeiräten sowie über den Aufsichtsrat des Unternehmens. Das Beteiligungsmodell wurde im Vorfeld dem Bundeskartellamt, der Bundesnetzagentur sowie der Kommunalaufsicht des Landes Schleswig-Holstein vorgelegt.