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29 Gemeinden im Kreis Segeberg bekommen Besuch vom Gasspürer

07.08.2018

Schleswig-Holstein Netz sorgt mit Hightech für sichere Erdgasversorgung.

Für die Sicherheit der Gasnetze sind in den kommenden Wochen Gasspürer im Auftrag von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) im Kreis Segeberg unterwegs. In 29 Städten und Gemeinden überprüfen die Experten mehr als 460 Kilometer der unterirdisch verlegten Erdgasleitungen im Kreis Segeberg.

„Gasspüren ist kein Ausbildungsberuf. Eine technische Ausbildung im Gasfach und jahrelange Erfahrung – das komplette erste Jahr durch Anleitung eines erfahrenen Gasspürers – sowie das Ablegen einer Prüfung qualifizieren die Kollegen für die sensible Tätigkeit des Gasspürens“, sagt Gerhard Petersen, Leiter des zuständigen Netzcenters in Bad Segeberg. Mit einer am Stab vor sich hergeführten Messsonde, die über einen Schlauch mit dem Gasspürgerät auf dem Rücken verbunden ist, sowie einem Tablet-PC ausgerüstet, macht sich der Gasspürer zu Fuß auf den Weg durch Straßen und Vorgärten im Kreis Segeberg. Der PC zeigt die Lage der Versorgungs- und Hausanschlussleitungen, sowohl Hoch-, Mittel- als auch Niederdruck, genau an, sodass die Gasspürer wissen, wo sie sich auf die Suche machen müssen.

Das Gerät saugt die Luft direkt über dem Boden ab und kann bereits kleinste Mengen Gas in der Luft erkennen. Wenn es einen Schadenshinweis gibt, lokalisiert der Gasspürer den Ursprung des Gases und kann feststellen, ob es sich hierbei tatsächlich um austretendes Erdgas handelt – oder beispielsweise um Faulgase aus dem Boden oder der Kanalisation. Ist ein Schaden an einer Erdgasleitung vorhanden, klassifiziert der Gasspür-Experte die Dringlichkeit: Falls nötig, sind die beauftragten Rohrnetzkolonnen von SH Netz innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um den Schaden sofort zu beheben.

Ab sofort begehen die Spezialisten im Auftrag von SH Netz das Gasnetz im Kreis Segeberg. „Alle eingesetzten Gasspürer können sich ausweisen und müssen bei dieser Überprüfung nicht in die Häuser“, erläutert Gerhard Petersen. „Allerdings müssen sie in die Gärten, um die Hausanschlussleitungen zu überprüfen.“ Pro Jahr läuft ein Gasspürer, je nach Einsatzgebiet, etwa 600 bis 800 Kilometer. Bei Regen, Frost und Schnee kann kein Gas gespürt werden. Da das Gasspüren eine Tätigkeit mit hoher Verantwortung ist – schließlich geht es hierbei um die Sicherheit der Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen –, müssen die Gasspürer ihr Zertifikat regelmäßig durch eine Prüfung auffrischen.

In folgenden Orten im Kreis Segeberg sind die Gasspürer unterwegs:

Bahrenhof
Bebensee
Bühnsdorf
Damsdorf
Fahrenkrug
Geschendorf
Groß Kummerfeld
Groß Niendorf
Heidmühlen
Högersdorf
Klein Gladebrügge
Kükels
Leezen
Mözen
Neuengörs
Neversdorf
Rohlstorf
Schmalensee
Schwissel
Seedorf
Stipsdorf
Strukdorf
Tarbek
Travenhorst
Traventhal
Wakendorf I
Weede
Westerrade
Wittenborn