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40 Feuerwehrleute zu Gast im Umspannwerk Ahrenviöl

22.09.2016

Wasser Marsch – aber bitte nicht im Umspannwerk – Schleswig-Holstein Netz erklärt Feuerwehren aus Nordfriesland, was im Ernstfall zu tun ist.

Dichter Rauch am Himmel über Ahrenviöl, das örtliche Umspannwerk steht in Flammen – Großalarm im Kreis Nordfriesland, die Feuerwehr rückt aus. Dieses Szenario ist glücklicherweise nicht eingetreten, war aber Thema eines Informationsabends von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz). Der Netzbetreiber hat am Mittwoch, dem 21. September die Freiwillige Feuerwehr Ahrenviöl eingeladen, um über das richtige Verhalten bei einem eventuellen Notfall zu informieren. Auch die benachbarten Wehren aus Oster-Ohrstedt, Wester-Ohrstedt, Immenstedt, Schwesing und Ahrenviölfeld haben teilgenommen. Insgesamt waren circa 40 Kameraden vor Ort.

„Mit den Feuerwehren in Nordfriesland verbindet uns eine enge Partnerschaft. Daher laden wir regelmäßig zu Einweisungsterminen ein, damit die Kameraden im Ernstfall wissen, was zu tun ist“, sagt Thomas Rath, zuständiger Kommunalbetreuer bei SH Netz. Er weiß, was im Ernstfall zu tun ist, denn er ist selbst aktiver Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Holzbunge (Rendsburg-Eckernförde). „Für uns ist sehr wichtig, den örtlichen Feuerwehren einen Einblick in unsere technischen Einrichtungen zu geben, um eine sichere und gezielte Schadensbekämpfung zu ermöglichen.“

Was tun, wenn es in einer elektrischen Anlage mit 110.000 Volt brennt? Übliche Löscharbeiten wären fatal. Das oberste Gebot beim Löschen eines Umspannwerkes lautet: Erst mit der Arbeit beginnen, wenn der zuständige Mitarbeiter von Schleswig-Holstein Netz die Anlage spannungsfrei geschaltet hat. Wasser und Schaum dürfen hier in der Regel nicht zum Einsatz kommen.

Bei Hochspannungsanlagen kann man die elektrische Gefahr nicht hören, sehen oder riechen – für einen unfallfreien Einsatz der Feuerwehr ist es daher erforderlich, sich auf einen solchen Notfall vorzubereiten. Hierzu hat Ralf Mohr, Mitarbeiter des zuständigen Netzcenters Friedrichstadt und ebenfalls aktiver Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Struckum, den freiwilligen Helfern Einblicke in die technischen Anlagen gegeben. Das Umspannwerk Ahrenviöl befindet sich momentan noch im Bau und wird Ende Oktober fertiggestellt und in Betrieb genommen.