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Dem Unsichtbaren auf der Spur

29.03.2017

Gasspürer von HanseWerk überprüfen Leitungen in Mecklenburg-Vorpommern und Teilen von Brandenburg.

Für die Sicherheit der Gasnetze in Mecklenburg-Vorpommern und in Teilen Brandenburgs sind in den kommenden Monaten die Gasspürer im Auftrag der HanseWerk AG unterwegs. Die Experten überprüfen bis in den Herbst hinein insgesamt rund 1.100 Kilometer der unterirdisch verlegten Gasleitungen.

Gasspüren ist kein Ausbildungsberuf. Eine technische Ausbildung und jahrelange Erfahrung – das komplette erste Jahr durch Anleitung eines erfahrenen Gasspürers – sowie das Ablegen einer Prüfung qualifizieren die Kollegen für die sensible Tätigkeit des Gasspürens. Mit der am Stab vor sich hergeführten Messsonde, die über einen Schlauch mit dem Gasspürgerät verbunden ist sowie einem Tablet-PC ausgerüstet, macht sich der Gasspürer zu Fuß auf den Weg durch die Straßen. Der PC zeigt die Lage der Gasleitungen, ob Hoch-, Mittel- oder Niederdruck, genau an, so dass die Gasspürer wissen, wo sie sich auf die Suche machen müssen.

Das Gerät saugt die Luft direkt über dem Boden ab und kann bereits kleinste Mengen an Gas in der Luft erkennen. Wenn es einen Schadenshinweis gibt, lokalisiert der Gasspürer den Ursprung des Gases und kann auch feststellen, ob es sich hierbei tatsächlich um austretendes Erdgas handelt oder beispielsweise um Faulgase aus dem Boden. Ist ein Schaden an einer Erdgasleitung vorhanden, klassifiziert der Gasspür-Experte die Dringlichkeit: Falls nötig, sind die beauftragten Rohrnetzkolonnen von HanseWerk innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um den Schaden sofort zu beheben.

Pro Jahr läuft ein Gasspürer, je nach Einsatzgebiet, etwa 600 bis 800 Kilometer. Bei Regen, Frost und Schnee kann kein Gas gespürt werden. Da das Gasspüren eine Tätigkeit mit hoher Verantwortung ist – schließlich geht es hierbei um die Versorgungssicherheit der Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen – müssen die Gasspürer ihr Zertifikat regelmäßig alle vier Jahre durch eine Prüfung auffrischen.