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Die Bauarbeiten an der 110-kV-Freileitung Heide – Heide/West – Strübbel schreiten voran

21.02.2019

Leitungsprovisorium stellt Stromversorgung sicher

Im Sommer 2018 haben die Arbeiten für den Ersatzneubau der Hochspannungsfreileitung zwischen den Umspannwerken Heide, Heide/West und Strübbel im Kreis Dithmarschen begonnen. Notwendig ist dieses Leitungsbauvorhaben geworden, weil im Kreis Dithmarschen mittlerweile mehr Windenergie produziert wird, als das bestehende Leitungsnetz aufnehmen kann. Folglich investiert Schleswig-Holstein Netz hier rund 20 Millionen Euro für die Netz-Integration von abschnittsweise bis zu 14-mal mehr Erneuerbarer Energien. Der regional erzeugte Strom wird zukünftig dann über das im Bau befindliche Umspannwerk (UW) Heide/West in das überregionale Übertragungsnetz eingespeist.

Die neue, leistungsfähigere Freileitung wird standortgleich errichtet. Das heißt, dass die insgesamt 76 Strommasten größtenteils dort stehen bleiben, wo sie vorher waren. Nur dort, wo Maste sehr nah an Gräben, Vorflutern oder ähnlichem stehen, wird der Standort ein wenig verschoben. Die neuen Maste sind zudem etwa zehn Meter höher als die alten und haben einen größeren Mastfuß. Die alte Freileitung zwischen den Umspannwerken Heide und Wöhrden wird nach Fertigstellung des Ersatzneubaus nicht mehr benötigt und kann nach Abschluss der Bauarbeiten zurückgebaut werden. Während der Bauarbeiten gewährleistet eine provisorische Leitung die Versorgungssicherheit.

Das Provisorium selbst erstreckt sich über die gesamte Länge der zu ersetzenden Leitung und wird eng entlang der eigentlichen Trasse geführt. Es besteht sowohl aus Freileitungen, die in einer Höhe von ca. 20 Meter über Stahlportale geführt werden, als auch aus Kabeln, die direkt auf der Erdoberfläche verlegt werden, die sogenannten Baueinsatzkabel. Die Stahlportale, auf denen die provisorische Freileitung aufliegt, sind vom Umspannwerk (UW) Heide zum UW Heide/West in einem Abstand von ca. 150 Meter aufgestellt.

Die beiden Stromkreise der Bestandsleitung wurden nach und nach auf das Provisorium umgeschaltet. Die Übertragungskapazität ist der Bestandsleitung entsprechend angepasst.

Sobald der komplette Ersatzneubau im Betrieb genommen worden ist, wird das Provisorium in einem Stück zurückgebaut. Die jeweiligen Komponenten des Provisoriums wie die Baueinsatzkabel, die Portale, die Armaturen und die Freileitungsseile stehen dann für den nächsten Einsatz als Leitungsprovisorium zur Verfügung.