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Einsatz in hoher Luft

05.10.2018

HanseGas lässt Gasleitungsnetz befliegen

In etwa 150 Metern Höhe fliegt der gelbe Helikopter über die Weiten Mecklenburg-Vorpommerns: Im Auftrag von HanseGas begutachtet er regelmäßig die mehr als 1.000 Kilometer Gasleitungen des Netzbetreibers. Es sind die Hochdruckleitungen die der Beobachter an Bord im Blick hat. Je nach Druckstufe werden diese jeden bzw. jeden zweiten Monat aus der Luft überprüft.

Zwei bis drei Werktage ist das beauftrage Team von Air Lloyd dafür jeden Monat unterwegs – so auch vom 8. bis 10. Oktober. Gestartet wird vom Flughafen in Parchim oder vom Flughafen Purkshof bei Rostock. Die Befliegung der Gas-Pipelines ist dabei nur eine von zahlreichen Maßnahmen, die HanseGas zur Sicherung der Gasnetze unternimmt. So werden viele Leitungen zudem durch den sogenannten Gasspürer zu Fuß begangen und auf diese Weise überprüft.

Der Helikopter ist bemannt mit einem Piloten sowie einem Beobachter. Ihre Aufgabe ist es, die Hochdruck-Trassen auf Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten zu überprüfen. Da die Gasleitungen unterirdisch verlaufen, orientiert sich der Pilot an sogenannten Flugsichthauben. Das sind rund 1,50 Meter hohe, orangene Pfähle mit einer ebenfalls orangenen Haube darauf, die den Leitungsverlauf kennzeichnen. Währenddessen schaut der Beobachter, ob er im Umfeld der Hochdruckleitungen etwas erkennt, was eine potenzielle Gefahr für die Leitungen darstellen kann. Dies sind zum Beispiel Tiefbauarbeiten (Kabelverlegungen, Rohrleitungsbauarbeiten) oder Baumpflanzungen, die HanseGas nicht gemeldet wurden. Zusätzlich wird darauf geachtet, dass sich keine Überbauungen wie zum Beispiel Carports, Garagen oder andere Gebäude im Bereich der Leitungstrasse befinden beziehungsweise erstellt werden.

Normalerweise informieren sich Baufirmen vor Aufnahme ihrer Arbeiten bei der Leitungsauskunft (www.hansegas.com/leitungsauskunft), ob im geplanten Gebiet Gasleitungen verlaufen und lassen entsprechende Vorsicht walten. Ist dies aber nicht geschehen, so erfasst der Beobachter die Baustelle digital und meldet sie an HanseGas. Am nächsten Tag werden die Daten mit den gemeldeten Baustellen abgeglichen. Bei Bedarf fährt ein Team direkt hin, verschafft sich einen Eindruck von der Lage und informiert die Bauarbeiter über den Verlauf der Gasleitungen, sodass die Sicherheit gewährleistet bleibt. Bekannte Baustellen tragen die Mitarbeiter in das grafische Informationssystem ein, sodass der Beobachter beim nächsten Flug informiert ist und keine Meldung doppelt erfolgt.

Erkennt der Beobachter eine akute Gefahrensituation, so kann der Helikopter auch direkt landen. Dies ist jedoch äußerst selten der Fall. Der Beobachter hat während der Befliegung übrigens nicht nur den sogenannten Schutzstreifen im Blick – das ist das Gelände links und rechts der Gasleitungen, das nicht bebaut werden darf –, sondern auch die Flugsichthauben selbst. Wenn welche umgestürzt oder beschädigt sind, meldet er auch dies an HanseGas – damit auch die nächste Befliegung sicher und erfolgreich durchgeführt werden kann.