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Energiewende konkret – Einsatz der Powerline-Technologie für ein intelligentes Niederspannungsnetz

06.12.2019

Schleswig-Holstein Netz rollt Powerline-Technologie in weiten Teilen des Landes aus und investiert 17 Millionen Euro bis 2028.
    
Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) rollt die Powerline-Technologie in weiten Teilen Schleswig-Holsteins aus. Powerline nutzt die vorhandenen elektrischen Leitungen im Niederspannungsnetz zum Aufbau eines lokalen Netzwerks zur Datenübertragung („Internet aus der Steckdose“). SH Netz verbaut zusätzlich Repeater, die Lastflüsse der jeweiligen Leitungen messen können. Dies ermöglicht eine Überwachung und bessere Planung von Niederspannungsnetzen sowie die Datenübertragung von intelligenten Messsystemen.

Insgesamt sollen in den nächsten acht Jahren rund 10.000 der insgesamt rund 14.000 Ortsnetzstationen von SH Netz mit der notwendigen Powerline-Infrastruktur ausgerüstet werden. Hinzu kommen rund 82.000 der insgesamt rund 112.000 Kabelverteilerschränke, die mit Repeatern aufgerüstet werden.

„Mit den Repeatern können wir auch Daten in Regionen übertragen, in die die Powerline-Technologie nicht vordringen kann“, erklärt Ole Langmaack, Powerline-Projektleiter bei SH Netz. „Gleichzeitig können diese durch die Lastflussmessung wichtige Erkenntnisse über Auslastung und Verbräuche von regionalen Versorgungsleitungen liefern.“

Auch Ereignisse wie Stromausfälle können so noch schneller erkannt und lokalisiert werden, was zu geringeren Ausfallzeiten führt. Die zyklische Übermittlung von Informationen zu Spannungen, Strömen, Lastspitzen und Netzauslastung trägt zum besseren Schutz von Betriebsmitteln und zur besseren Planung beim Ausbau von Niederspannungsnetzen bei.

Insgesamt investiert SH Netz hierfür etwa 1,7 Millionen Euro pro Jahr bis 2028.

SH Netz ist bereits in der Lage, Mittel- und Hochspannungsnetze zu überwachen. Insgesamt betreibt SH Netz etwa 32.000 Kilometer Niederspannungsnetz. Mit einem flächendeckenden Monitoring des Niederspannungsnetzes wäre der Netzbetreiber in dieser Größenordnung einer der ersten in Deutschland.

Ortsnetzstationen wandeln die Mittelspannung in die in Niederspannungsnetzen übliche Spannung von 400 Volt um, die für die Versorgung der angeschlossenen Haushalte benötigt wird. Diese Aufgabe übernehmen die Kabelverteilerschränke. Kabelverteilerschränke sind die rund einen Meter hohen und 35 Zentimeter tiefen, grauen Kästen am Straßenrand von Wohngebieten, die den Strom unterirdisch an die Haushalte in der Umgebung verteilen. Durch die Aufrüstung mit Powerline und Repeatern wird das „Aufgabenspektrum“ von Ortsnetzstationen und Kabelverteilerschränken entsprechend erweitert.