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Forsa-Umfrage zur Mobilität in Schleswig-Holstein: je jünger desto elektrischer

07.09.2018

HanseWerk Energiemonitor zeigt: ohne Ladesäulen keine Elektromobilität. Fehlende Ladeinfrastruktur und hohe Anschaffungskosten sind Kaufhindernisse.

Die Mehrheit der jungen Menschen in Schleswig-Holstein kann sich gut vorstellen, ein E-Auto zu kaufen, bei den Älteren ist es hingegen nur gut ein Drittel. Das ergab eine im Auftrag der HanseWerk AG durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa. So kommt für 51 Prozent aller unter 30-jährigen die Anschaffung eines Autos mit Elektroantrieb in Frage. Damit steht das E-Auto in dieser Altersklasse bereits auf Platz drei der Beliebtheitsskala hinter dem klassischen Benziner und dem teilweise elektrischen Fahrzeug mit Hybridantrieb*.

Je älter die Menschen hingegen sind, desto weniger reizt sie der Kauf eines E-Autos: Bei den Schleswig-Holsteinern zwischen 30 und 59 sind es rund 38 Prozent, die sich vorstellen können, ein E-Auto zu erwerben; bei den über 60-jährigen sind nur 21 Prozent dem E-Auto zugeneigt. Und auch für das teilweise elektrische Hybrid-Auto interessieren sich mit 33 bis 59 Prozent deutlich weniger ältere als jüngere Schleswig-Holsteiner**.

„Diese Umfrage zeigt, dass insbesondere für die jüngeren Menschen in Schleswig-Holstein die E-Mobilität schon heute eine echte Alternative darstellt“, erläutert Andreas Fricke, Vorstand der HanseWerk AG bei der Vorstellung des Energiemonitors. „Allerdings wird auch deutlich, dass die geringe Dichte an Ladesäulen eines der Haupthindernisse für die Anschaffung eines E-Autos darstellt. Als HanseWerk-Gruppe unterstützen wir daher Kommunen und Unternehmen beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur und rüsten auch unsere eigenen Standorte entsprechend aus.“

So beklagen laut der Studie 88 Prozent der befragten Schleswig-Holsteiner, dass es kein flächendeckendes Netz von Ladestationen gibt. Dabei ist diese Einschätzung über die verschiedenen Altersgruppen hinweg weitgehend gleich (zwischen 85 und 90 Prozent). Drei Viertel der Befragten wünschen sich ein einheitliches und herstellerunabhängiges System von Ladestationen und Anschlüssen (75 Prozent) beziehungsweise flächendeckende Schnellladestationen auf öffentlichen Parkplätzen, bei Einkaufszentren oder Baumärkten (74 Prozent).

„Für eine erfolgreiche Energiewende benötigen wir die Elektromobilität. Doch damit die Menschen sich ein E-Auto kaufen, wollen sie auf ein flächendeckendes Netz von E-Ladesäulen zurückgreifen können“, betont HanseWerk-Vorstand Matthias Boxberger. „Politik, Wirtschaft und Kommunen in Schleswig-Holstein sollten daher einen Schwerpunkt auf den Ausbau von Elektrotankstellen legen.“

Derzeit sehen sehr viele Schleswig-Holsteiner (89 Prozent) den Anschaffungspreis für die E-Autos als zu hoch an und halten die Reichweite von E-Autos für zu gering (85 Prozent). Interessant hingegen ist, dass nur rund 28 Prozent die Kosten für das Laden der Autos als zu hoch ansehen. Und auch hier unterscheiden sich die Altersgruppen bei der Bewertung deutlich: Während von den Älteren 33 Prozent die Kosten für den Ladevorgang für zu hoch halten, sind es bei den 18- bis 30-jährigen Schleswig-Holsteinern gerade einmal 18 Prozent.

Nutzer, die sich über die genauen Standorte bisher errichteter E-Ladesäulen informieren möchten, haben dazu im Internet auf Plattformen wie www.goingelectric.de die Möglichkeit.

Im Rahmen der Untersuchung wurden 1.014 Personen ab 18 Jahre in Schleswig-Holstein befragt. Die mögliche Fehlertoleranz liegt gemäß derartigen Stichprobenerhebungen bei plus/minus drei Prozent.

*: Benziner: 84%, Hybridantrieb: 70 % -  Mehrfachnennungen waren möglich
**: Mehrfachnennungen waren möglich

Die Studie finden Sie auch im Internet unter www.hansewerk.com/ladeloesungen