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„HansE“ kommt nach Elmshorn

09.12.2016

Landrat Oliver Stolz nimmt E-Ladestation an der Kreisverwaltung Pinneberg in Betrieb.

In Anwesenheit von Landrat Oliver Stolz und HanseWerk-Vorstandsmitglied Udo Bottländer ist heute an der Kreisverwaltung des Kreises Pinneberg in Elmshorn, im Rahmen des HansE-Projektes, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge eingeweiht worden. Den Ladestrom stellt Projektpartner E.ON bis Ende 2017 kostenfrei zur Verfügung.

Elektromobilität ist längst nicht mehr ausschließlich auf größere Städte und Ballungszentren konzentriert. Immer mehr elektrisch angetriebene Fahrzeuge sind auch in den Mittel- und Oberzentren sowie den ländlichen Räumen der Metropolregion Hamburg unterwegs. Mit dem Projekt „HansE“ soll deshalb nun auch dort eine am künftigen elektromobilen Verkehrsaufkommen orientierte Ladeinfrastruktur aufgebaut und betrieben werden. Das Vorhaben unterstützt den Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Metropolregion und soll somit zum Umstieg auf E-Fahrzeuge beitragen.

Im Bundesmodellprojekt „HansE“ werden kurzfristig weitere 50 gut erreichbare und öffentlich-zugängliche Ladepunkte für Elektroautos in den Kreisen/Landkreisen, Städten und Gemeinden der Metropolregion Hamburg errichtet. Der Ladeinfrastrukturaufbau erstreckt sich über das Gesamtgebiet der Metropolregion, erfolgt kriterienbasiert und ist wissenschaftlich begleitet.

„Die Metropolregion Hamburg bietet ein riesiges Potenzial für einen strukturierten, zielgerichteten Ausbau von Elektroladestationen und damit ideale Rahmenbedingungen, um den Einsatz von E-Autos noch attraktiver zu machen“, sagt Landrat Oliver Stolz. „Das Ladeangebot für Elektroautos leistet mit dem Standort hier an der Kreisverwaltung einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit und Attraktivität von Elmshorn. Es würde mich freuen, wenn viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch die ortsansässigen Unternehmen mit ihren gewerblich genutzten E-Fahrzeugen dieses Angebot nutzen.“

„Wir als Energiedienstleister sehen E-Mobilität als einen wichtigen Baustein für die Energiewende“, sagt Udo Bottländer, Vorstandsmitglied von HanseWerk. „E-Mobilität bietet zum einen die Möglichkeit, die vor-Ort-Verwertung von regenerativem Strom zu erhöhen, zum anderen könnte eine große E-Fahrzeug-Flotte als Zwischenspeicher genutzt werden, um so die schwankende Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom auszugleichen und das Stromnetz zu stabilisieren.“

Über „HansE“

Projektpartner sind die hySOLUTIONS GmbH für die übergeordnete Projektkoordination, die Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg für die Koordination und Kommunikation des Projektes in der Region, das Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB) der RWTH Aachen University für die Entwicklung des wissenschaftlichen Modells zur Standortbewertung sowie Uniper Technologies und HanseWerk für den Aufbau und den Betrieb der Ladeinfrastruktur.

Das Gesamtprojekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und ein Volumen von rund 3,4 Millionen Euro.

In einem ersten Schritt wurden Fahrprofile, Einwohnerdichte und Verflechtungen in der Metropolregion Hamburg analysiert und daraus Kriterien für eine bedarfsgerechte Verteilung von Ladeinfrastruktur abgeleitet. Hierfür hat das Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen University ein entsprechendes Modell zur Standortfindung entwickelt. Im weiteren Projektverlauf sollen auch eine Erprobung zukunftsweisender Ladekonzepte bezüglich Technik und Geschäftsmodelle sowie eine Ermöglichung der gleichmäßigen  Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energien erfolgen. Darüber hinaus werden Konzepte entwickelt und erprobt, die der Markterwartung an das künftige Ladeverhalten in einer Metropolregion in drei, fünf und zehn Jahren gerecht werden sollen. Mit diesen Ergebnissen wird es möglich sein, auch nach der Projektlaufzeit den zukünftigen Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter voranzutreiben.