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HanseWerk hat Biogas-Einspeiseanlage für 2,75 Millionen Euro in Betrieb genommen

30.06.2016

100 Prozent Biogasanteil im HanseWerk-Netz in Lenzen – Energieziel der Bundesregierung weit übertroffen.

Für rund 2,75 Millionen Euro hat HanseWerk eine Bio-Erdgas-Einspeiseanlage in Lenzen in Betrieb genommen. Diese speist rund um die Uhr Bio-Erdgas aus externen Erzeugungsanlagen ins HanseWerk-Netz ein. Mit einem Anteil von nahezu 100 Prozent Bio-Erdgas im Lenzener Stadtgebiet und 60 Prozent im Umland wird dort schon heute das Energieziel der Bundesregierung, den Anteil von Erneuerbaren Energien im Wärmemarkt bis 2020 auf 14 Prozent zu steigern, weit übertroffen.

Ein halbes Jahr nach Inbetriebnahme hat HanseWerk nun Bilanz gezogen und die Zahlen im Rahmen einer Betriebsführung am Dienstagabend veröffentlicht. Eingeladen waren Presse sowie Stadt- und Gemeindevertreter aus Lenzen (Elbe), Dömitz (Elbe) und Karstädt (BRB). „Vielen Menschen ist nicht klar, wie gut wir in bestimmten Regionen bereits in Puncto Erneuerbare Energien dastehen.“, sagt Jörg Peters, Kommunalbetreuer von HanseWerk. „Wir könnten noch mehr leisten, wenn beispielsweise Technologien wie Power-to-Gas von der Politik unterstützt würden.“, ergänzt Olaf Boenigk.

Zurzeit fallen in Deutschland jährlich mehrere hundert Millionen Euro für nicht genutzten Strom an. Photovoltaik- und Windkraftanlagen können vergleichsweise schnell errichtet werden, die Errichtung der notwendigen Höchstspannungsleitungen hingegen kann sich viele Jahre hinziehen. Weht der Wind zu stark, scheint die Sonne zu hell, müssen EEG-Anlagen kurzfristig vom Netz genommen werden. Durch die Umwandlung von überschüssigem Windstrom in Wasserstoff könnte Power-to-Gas eine der Schlüsseltechnologien für die Energiewende werden und eine Antwort auf die Frage der Energiespeicherung sein. Durch die Zugabe von Wasserstoff, der beim Verbrennen lediglich in Wasser und Sauerstoff umgewandelt wird, kann Erdgas ökologisch aufgewertet werden.