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Norddeutsches Reallabor ist Gewinner im Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ des Bundeswirtschaftsministeriums

18.07.2019

HanseWerk ist Gründungsmitglied der Initiative „Norddeutsches Reallabor“, die im April 2019 beim Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) eine Lösung für die Dekarbonisierung im Herzen von Hamburg für den Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ eingereicht hat. Heute hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die 20 Gewinner bekanntgegeben – darunter das Norddeutsche Reallabor.

Die Konkurrenz war groß: Insgesamt 90 Vorschläge wurden eingereicht. In den nächsten Wochen wird es nun Gespräche mit dem BMWi über die Bedingungen und den zeitlichen Rahmen zur Erstellung des Vollantrages geben.

„Wir freuen uns sehr über diese starke Bestätigung unseres Projekts. Als HanseWerk-Gruppe sind wir davon überzeugt, dass Sektorenkopplung und insbesondere erneuerbarer Wasserstoff ein wichtiger Baustein für die Erreichung der deutschen Klimaziele ist “, sagte Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender der HanseWerk AG, angesichts der Bekanntgabe.

Das Konzept von HanseWerk sieht vor, mit einer Elektrolyseanlage Wasserstoff aus grünem Strom für einen namhaften Hamburger Industriepartner zu produzieren und die Anlage zudem systemdienlich einzusetzen. Durch die Produktion des regenerativen Wasserstoffs können circa 17.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr gegenüber der konventionellen Wasserstoffproduktion aus Erdgas eingespart werden. Die Anlage wird so ausgelegt, dass sie eine weitere industrielle Nachfrage aus dem Bereich des Hamburger Hafens und für Mobilitätsanwendungen bedienen kann.  Sie ist skalierbar konzipiert und liefert damit die Basis für die nachhaltige Versorgung der Hansestadt mit Wasserstoff.

Im Norddeutschen Reallabor soll die ganzheitliche Transformation des Energiesystems erprobt und so zu einer schnellen Dekarbonisierung aller Verbrauchssektoren beigetragen werden. Verteilt auf fünf geografische „Hubs“ in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sollen großskalige Konzepte für die Sektorkopplung entwickelt werden, mit Fokus auf Wasserstoff und energieeffizienten Quartierslösungen im Wärmebereich.

Mit den geplanten Vorhaben des Norddeutschen Reallabors können insgesamt etwa 560.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden.