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In Leck sind die Molche los – vom 19. bis 22. September im Auftrag von Schleswig-Holstein Netz

19.09.2016

Erdgasfackel auf Gelände der Gemeinschaftsschule.

Was sucht ein Molch in der Gasleitung? Er reinigt, vermisst, analysiert. Jeder Molch hat eine Aufgabe: der eine putzt, der andere vermisst die Rohrleitung. Es gibt Putzmolche und intelligente Molche. Aber mit Amphibien haben sie dennoch nichts zu tun. Wie Torpedos sehen sie aus, die einen mit Gummilamellen ausgestattet, die anderen mit sensibler Sensorik. Das Ziel: Versorgungssicherheit gewährleisten.

Schleswig-Holstein Netz setzt die kleinen Helferlein gezielt ein, um das Gasnetz sauber zu halten – so auch zwischen Leck und Risum-Lindholm, vom 19. bis 22. September. „Mit Hilfe der Molche können wir auf den Zentimeter genau die exakte Lage und den technischen Zustand der Pipeline ermitteln“, erklärt Thomas Lahann, Projektmanager bei SH Netz. Die Arbeiten finden immer vormittags statt.“

„Nicht wundern“ sollten sich Anwohner über eine Flamme auf dem Gelände der Gemeinschaftsschule. „Das ist normal beim Molchen“, ergänzt Lahann „und mit der Schule und den Behörden abgesprochen.“ Um die Fließbedingungen in den Leitungen richtig darzustellen, muss kurzzeitig die Gasmenge erhöht werden. Das überschüssige Gas wird verbrannt. Die Flamme kann eine Höhe von zwei bis drei Metern erreichen.

Im ersten Arbeitsgang wird ein Reinigungsmolch durch den in der Leitung herrschenden Gasfluss durch die Pipeline bewegt, der grobe Verschmutzungen und Materialreste innerhalb der Leitung beseitigt. Hierzu ist das Gerät unter anderem mit mehreren leistungsstarken Magneten ausgestattet, die alte Schweißdrähte oder Metallspäne aufnehmen und mitschleppen. Danach folgt der Geometriemolch, mit dessen Hilfe der Innendurchmesser der Pipeline kontrolliert und mögliche Beulen ermittelt werden. Im letzten Arbeitsgang wird ein sogenannter intelligenter Molch eingesetzt. Hierbei handelt es sich um ein High-Tech-Gerät, das unter anderem mit starken Magneten, einem Kreiselkompass und diversen Laufrädern ausgestattet ist. „Der intelligente Molch ermittelt nicht nur die genaue Lage der Pipeline, er kann auch mögliche Beschädigungen feststellen“, so Lahann. „Denn mit Hilfe der Magnete ist es möglich, Veränderungen der Wandstärke festzustellen, die wiederum Hinweise auf Korrosion liefern.“

Damit ein Molch bei laufendem Betrieb überhaupt in die Leitung gelangen kann, hat SH Netz in ihrem Netzgebiet sogenannte Molchschleusen auf Schieberplätzen errichtet. „Das sind aus dem Boden ragende Stutzen, in die der Molch eingeführt wird. Danach wird der Molch vom Gasstrom mit circa zwei Metern pro Sekunde in der Pipeline weiterbewegt. In einer weiteren Molchschleuse, in die er über verschiedene Netzschaltungen gelenkt wird, endet dann seine bisweilen sehr unbequeme Fahrt“, erläutert Lahann.