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Kreis Steinburg erhält Zertifizierung als dena-Energieeffizienz-Kommune

27.01.2017

HanseWerk-Gruppe unterstützt zwölf weitere Kommunen in ganz Schleswig-Holstein beim Aufbau eines Energie- und Klimaschutzmanagements.

Der Kreis Steinburg ist als dena-Energieeffizienz-Kommune zertifiziert worden. Mit der Auszeichnung würdigt die Deutsche Energie-Agentur (dena) die schleswig-holsteinische Kommune für die Einführung eines Energie- und Klimaschutz¬managements (EKM) in der Kreisverwaltung. Nach sechs Städten und Gemeinden – darunter die Stadt Schenefeld – ist Steinburg der bundesweit erste Kreis, der den Titel erhält. Landrat Torsten Wendt erhielt die Urkunde am Donnerstag von dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp, der schleswig-holsteinischen Energiewende-Staatssekretärin Dr. Ingrid Nestle sowie von HanseWerk-Vorstand Udo Bottländer und dem Geschäftsführer der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein, Stefan Sievers, deren Unternehmen bei der Einführung des EKM unterstützt haben.

„Steinburg zeigt beispielhaft, wie ein ganzer Kreis seinen Energieverbrauch systematisch senken und so Umwelt und Haushaltskassen entlasten kann“, sagte Haverkamp. „Mithilfe des Energie- und Klimaschutzmanagementsystems der dena gelingt dies auch ohne großen personellen oder finanziellen Aufwand.“

„Wir sind stolz darauf, dass sich das Energie- und Klimaschutzmanagement zu einem wichtigen Baustein der Steinburger Kreisverwaltung entwickelt hat“, betonte Wendt. „Bereits zum Jahresende soll für die kommenden drei Jahre ein neues Energie- und Klimaschutzprogramm erstellt werden. Unser Ziel ist es, Vorbild für andere Akteure zu sein und diese anzuregen, ebenfalls Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. Dafür haben wir den Stein ins Rollen gebracht.“

Gebäudesanierung, Blockheizkraftwerke und Fernwärme für Steinburg

Um das Zertifikat zu erhalten, hat Steinburg einiges in Sachen Klimaschutz geleistet: So werden nach und nach die kommunalen Gebäude energetisch saniert. Die Gebäudehüllen werden gedämmt, die Fenster und Heizungsanlagen erneuert. Hierbei setzt der Kreis vor allem auf Blockkraftheizwerke und den Ausbau von Fernwärmenetzen. Seit März 2016 gibt es ein Elektroauto als Dienstfahrzeug für die Mitarbeiter, ein weiteres ist geplant. Parallel dazu wird die Ladeinfrastruktur ausgebaut. Ein jährlicher Energiebericht soll das Energieeinsparpotenzial in den Handlungsfeldern Gebäude, Stromnutzung und Verkehr identifizieren. Von 2010 bis 2015 konnte Steinburg die CO2-Emissionen bereits um knapp 77 Tonnen reduzieren. Um das Thema weiter zu stärken, will der Kreis zukünftig ein Netzwerk aus Städten, Gemeinden, Ämtern, Institutionen und Unternehmen aufbauen.

Der Energiedienstleister HanseWerk hat den Kreis Steinburg bei der Einführung des EKM fachlich angeleitet. „Die Energiewende stellt uns alle vor neue Heraus-forderungen“, so Bottländer. „Energieeffizienz ist dabei ein bislang häufig vernachlässigtes – aber sehr wichtiges – Schlüsselthema. Als regionaler Netzbetreiber unterstützen wir den Kreis Steinburg deshalb gern dabei, seine Infrastruktur fit für die Zukunft zu machen. Wir sehen dies als weiteren Baustein in unserer langjährigen, engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Kreis und arbeiten daran, dass dieses Modell auch bald von weiteren Kommunen übernommen wird.“

Die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein finanzierte für zwei Jahre die neu geschaffene Stelle der Energie- und Klimaschutzkoordinatorin, die den Prozess in der Steinburger Kreisverwaltung gesteuert hat. „Gern haben wir den Kreis Steinburg dabei unterstützt, wie auch jetzt die dena-Seminarreihe für Kommunen aus ganz Schleswig-Holstein“, sagte EKSH-Geschäftsführer Sievers. „Kommunaler Klimaschutz ist und bleibt einer der Schwerpunkte unserer Arbeit. Vielleicht steht ja bald schon ein Projekt aus dem Kreis auf dem Siegertreppchen unserer EnergieOlympiade.“

Seminarreihe „Energieeffizienz“ für schleswig-holsteinische Kommunen

Nach den guten Erfahrungen in der Stadt Schenefeld und im Kreis Steinburg hat die HanseWerk-Gruppe durch ihre Tochter Schleswig-Holstein Netz gemeinsam mit den Partnern EKSH und dena eine Seminarreihe zum Thema Energieeffizienz für schleswig-holsteinische Kommunen initiiert. Beteiligt sind die Gemeinden Appen und Ratekau, die Städte Barmstedt, Eutin, Fehmarn und Reinfeld, die Ämter Südtondern, Büchen, Hohe Elbgeest, Sandesneben-Nusse und Berkenthin sowie die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg.

Die Auftaktveranstaltung fand am 6. Oktober 2016 in Neumünster statt. Ziel der zehnteiligen Seminarreihe ist, dass die zwölf schleswig-holsteinischen Kommunen innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Energie- und Klimaschutzmanagement aufbauen und dadurch systematisch Energie sparen. Dabei werden die Kommunen zunächst eine in der Verwaltung verankerte Organisationsstruktur aufbauen und ein energie- und klimapolitisches Leitbild erarbeiten. Nach einer detaillierten Analyse der energetischen Ausgangssituation werden die Kommunen dann geeignete Energie¬sparmaßnahmen entwickeln, planen und umsetzen.

Die HanseWerk-Gruppe, EKSH und dena werden die Kommunen in den nächsten zwei Jahren bei der Einführung und individuellen Anwendung des Energie- und Klimaschutzmanagements begleiten.