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Letzte Freileitung auf Föhr geht in dieser Woche außer Betrieb

04.10.2018

Verkabelungsarbeiten von Schleswig-Holstein Netz zwischen Oevenum, Midlum, Alkersum, Oldsum, Dunsum und Utersum vor Abschluss.

Die letzte überirdische Freileitung für die Stromversorgung der Bewohner auf der Nordseeinsel Föhr verläuft derzeit noch zwischen den sechs Gemeinden Oevenum, Midlum, Alkersum, Oldsum, Dunsum und Utersum. Doch damit ist es nun vorbei. In dieser Woche schaltet Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) die 18 Kilometer lange Freileitung ab. Zuvor hatte SH Netz in den Sommermonaten seit Mai rund 14 Kilometer Erdkabel auf der Strecke verlegt, um die Mittelspannungsfreileitung zu ersetzen. Für die Modernisierungsmaßnahme am Stromnetz auf Föhr investierte der Netzbetreiber rund 1,3 Millionen Euro.

Sönke Nissen, Leiter des zuständigen Netzcenters von SH Netz in Niebüll, erläutert: „Erdkabel sind deutlich weniger anfällig gegenüber Witterungseinflüssen. Daher haben wir Schritt für Schritt alle Freileitungen auf Föhr durch Erdkabel ersetzt. Diese Leitung war nun die letzte. Wir erhöhen damit die Versorgungssicherheit auf der Insel weiter.“ Im Zuge der Verlegung des Kabels wurden auch sechs moderne Ortsnetz-Kompaktstationen neu errichtet. Zwei dieser neuen Stationen können von der Netzleitstelle von SH Netz in Rensburg aus ferngesteuert werden. „Dadurch werden Wartung, Steuerung und Störungsbehebung deutlich effizienter“, ergänzt Sönke Nissen.

Von der Abschaltung der Freileitung werden die Bewohner der Insel jedoch wenig merken. „Versorgungsunterbrechungen wird es keine geben“, sagt Projektleiter Matthias Feddersen von SH Netz. Im Verlauf des Winters und Frühjahrs des kommenden Jahres werden die rund 18 Kilometer Freileitung sowie insgesamt 105 Masten und vier alte Freileitungsstationen auf der Strecke dann abgebaut.

Im Netzgebiet des Netzcenters Niebüll sind bereits 97 Prozent aller Mittelspannungs-freileitungen verkabelt, im Niederspannungsnetz sind es inzwischen sogar 100 Pro-zent. Dies ermöglicht eine hohe Versorgungssicherheit für den Kreis Nordfriesland.