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Mehr Erneuerbare nutzen: CO2 einsparen, Kosten senken

Die ENKO-Plattform von ARGE Netz und SH Netz startet in den Regelbetrieb.

Nach rund sechs Monaten Testbetrieb ist die ENKO-Plattform (ENKO = Energie intelligent koordinieren) von ARGE Netz und Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) jetzt in den Regelbetrieb gestartet. Die ENKO-Plattform macht mehr regenerativen Strom dort nutzbar, wo er erzeugt wird, und verringert damit die immer wieder auftretenden Netzengpässe sowie das Einspeisemanagement. Kernbestandteil der ENKO-Plattform ist die Synchronisation zwischen lokal erzeugten Erneuerbaren Energien mit den Verbrauchern vor Ort.

19 Verbraucher, darunter die Partner im Forschungsprojekt Norddeutsche EnergieWende 4.0 (NEW 4.0) ARGE Netz, Stadtwerke Flensburg, Energie des Nordens und HanseWerk Natur, hatten in der Live-Simulation seit Juli 2018 ihre flexiblen Verbräuche auf der Plattform angemeldet, die Abläufe auf ENKO getestet sowie die technische Machbarkeit der Plattform unter Beweis gestellt.

„Während der Live-Simulation haben die Teilnehmer zusammen theoretisch zwei Gigawattstunden flexiblen Verbrauch bereitgestellt, dementsprechend hätten auch rund zwei Gigawattstunden mehr Windstrom in die Netze eingespeist werden können. Das entspricht der Leistung einer Windkraftanlage (3 MW), die bei theoretischer Volllast rund um die Uhr einen Monat (28 Tage) lang Strom ins Netz einspeist “, lautet das Fazit für den Testbetrieb von Daniela Kröpelin, ENKO-Projektleiterin bei SH Netz.

„Die Live-Simulation hat gezeigt, dass ENKO ein geeignetes Instrument ist, um die lokale Nutzung der Erneuerbaren zu erhöhen. Außerdem trägt ENKO zu mehr Akzeptanz für die Erneuerbaren Energien bei“, resümiert Levke Ketelsen, ENKO-Projektleiterin bei ARGE Netz.

Die Stadtwerke Flensburg nehmen an ENKO mit ihrer Power-to-Heat-Anlage im Heizkraftwerk Tarp teil, die elektrische Energie in speicherbare Wärme umwandelt. „Während der Live-Simulation hätten wir unsere Kunden an über 800 Stunden mit unserer Power-to-Heat-Anlage mit Wärme versorgt. Durch das Heizen mit „umgewandeltem grünen Windstrom“ hätten wir insgesamt rund 30.000 Liter Heizöl eingespart“, berichtet Claus Hartmann, Abteilungsleiter Netznutzungsmanagement bei den Stadtwerken Flensburg. „Durch unsere räumliche Nähe zum Netzengpass hat unser Elektrokessel in Tarp einen großen Einfluss auf die Verminderung dieses Netzengpasses. Daher sehen wir dem Regelbetrieb sehr positiv entgegen.“

Für den erfolgreichen Regelbetrieb wurden die Rückmeldungen der Teilnehmer aus der Live-Simulation aufgenommen und die Prozesse auf der ENKO-Plattform entsprechend angepasst. So wurde beispielsweise der Zeitpunkt der Bezuschlagung des flexiblen Verbrauchs von 14:30 Uhr um eine halbe Stunde auf 14 Uhr vorgezogen.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.enko.energy