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Neumünster und das nordwestliche Umland bekommen Besuch vom Gasspürer

18.03.2019

Schleswig-Holstein Netz und Stadtwerke Neumünster sorgen mit Hightech für
sichere Erdgasversorgung.


Für die Sicherheit der Gasnetze sind in den kommenden Wochen Gasspürer im Auftrag von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) und den Stadtwerken Neumünster in Neumünster und umliegenden Gemeinden unterwegs. In den Stadtteilen Böcklersiedlung, Faldera, Gartenstadt und Innenstadt von Neumünster sowie Borgdorf-Seedorf, Dätgen, Schülp, Loop, Gnutz, Timmaspe und Krogaspe im Umland überprüfen die Experten rund 275 Kilometer der unterirdisch verlegten Erdgasleitungen.

„Gasspüren ist kein Ausbildungsberuf. Eine technische Ausbildung im Gasfach und jahrelange Erfahrung – das komplette erste Jahr durch Anleitung eines erfahrenen Gasspürers – sowie das Ablegen einer Prüfung qualifizieren die Kollegen für die sensible Tätigkeit des Gasspürens“, sagt Oliver Kerz, Leiter des zuständigen Netzcenters von SH Netz in Neumünster. Und Jörg Schultz, Sachbereichsleiter des Technischen Services Instandhaltung von den Stadtwerken Neumünster ergänzt: „Hierbei setzt er eine an einem Stab befestigte Messsonde ein, die über einen Schlauch mit dem Gasspürgerät auf dem Rücken verbunden ist.“ Der Gasspürer macht sich zu Fuß auf den Weg durch Straßen und Vorgärten in Neumünster sowie den umliegenden Gemeinden. Ein mitgeführter Tablet-PC zeigt die Lage der Versorgungs- und Hausanschlussleitungen, sowohl Hoch-, Mittel- als auch Niederdruck, genau an, sodass die Gasspürer wissen, wo sie sich auf die Suche machen müssen.

Das Gerät saugt die Luft direkt über dem Boden ab und kann bereits kleinste Mengen Gas in der Luft erkennen. Wenn es einen Schadenshinweis gibt, lokalisiert der Gasspürer den Ursprung des Gases und kann feststellen, ob es sich hierbei tatsächlich um austretendes Erdgas handelt – oder beispielsweise um Faulgase aus dem Boden oder der Kanalisation. Ist ein Schaden an einer Erdgasleitung vorhanden, klassifiziert der Gasspür-Experte die Dringlichkeit: Falls nötig, sind die beauftragten Rohrnetzkolonnen innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um den Schaden sofort zu beheben.

Ab sofort begehen die Spezialisten im Auftrag von SH Netz und den Stadtwerken Neumünster das Gasnetz in der Region. Alle eingesetzten Gasspürer können sich ausweisen und müssen bei dieser Überprüfung nicht in die Häuser. Allerdings müssen sie in die Gärten, um die Hausanschlussleitungen zu überprüfen. Pro Jahr läuft ein Gasspürer, je nach Einsatzgebiet, etwa 600 bis 800 Kilometer. Bei Regen, Frost und Schnee kann kein Gas gespürt werden. Da das Gasspüren eine Tätigkeit mit hoher Verantwortung ist – schließlich geht es hierbei um die Sicherheit der Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen –, müssen die Gasspürer ihr Zertifikat regelmäßig durch eine Prüfung auffrischen.

In folgenden Orten sind die Gasspürer unterwegs:
 
Neumünster: Böcklersiedlung, Faldera, Gartenstadt und Innenstadt
Umland: Gnutz, Timmaspe, Krogaspe, Schülp, Loop, Borgdorf-Seedorf und Dätgen