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Neumünsteraner siegen bei Zero-Emission-Wettbewerb in Hamburg

23.08.2016

Schüler schicken mit Brennstoffzellen betriebene Boote in spannendes Rennen. Sieger erhalten zusammen rund 1.400 Euro. Begeisterung für die Technik.

Zum inzwischen neunten Mal veranstaltete Schleswig-Holstein Netz jetzt den erfolgreichen Schülerwettbewerb „Zero Emission“. Bei dem Wettbewerb treten von Schülerinnen und Schülern konstruierte, mit Brennstoffzellen betriebene Boote in spannenden Rennen gegeneinander an. Jährlich findet der Wettbewerb an einem anderen Standort statt – dieses Mal in Hamburg. In der Altersklasse der 11. bis 13. Jahrgangsstufen räumten die Teilnehmer der 12. Klassen der Immanuel-Kant-Schule in Neumünster – Magnus Engler, Hannes Ohldag, Jan Strehl und Lukas Thies – beim diesjährigen Wettbewerb ab und belegten in zwei Teams gleich die beiden vorderen Plätze. Als Preis winken dem erstplatzierten Team 800 Euro, den Zweitplatzierten immerhin 600 Euro – macht rund 1.400 Euro für die Schüler aus Schleswig-Holstein. Die Siegerehrung übernahm Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan.

„Als regionaler Netzbetreiber und Ausbildungsbetrieb sind wir immer daran interessiert, junge Menschen für technische Themen zu begeistern“, erklärt Projektleiterin Andrea Hansen das Engagement des Unternehmens. Dass dieses Bemühen auch durch den „Zero Emission“-Wettbewerb Früchte trägt, beweisen die Berufs- und Studienwünsche der Sieger: Maschinenbau, Elektrotechnik und weitere der sogenannten MINT-Fächer stehen ganz oben auf der Wunschliste der Abiturienten.

Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler bei dem Wettbewerb „Zero Emission“ war es, ein schwimmfähiges Boot zu bauen, das sich mit Hilfe einer PEM-Brennstoffzelle vorwärts bewegen kann. Eine andere oder weitere Energiequellen durften nicht genutzt werden. Auf einer Strecke von zehn Metern  messen sich die Boote in insgesamt drei Durchgängen in einem Wettrennen. Der derzeitige Rekord liegt bei etwas mehr als zehn Sekunden für die Strecke. Die Teilnehmer aus Neumünster waren bereits zum dritten Mal dabei und entwickelten ihr Boot jedes Jahr weiter.

Schleswig-Holstein Netz rüstete die teilnehmenden Boote mit den nötigen Brennstoffzellen im Wert von je 50 Euro aus. In einer Brennstoffzelle wird keine Energie erzeugt oder gespeichert, sondern umgewandelt. Ähnlich wie bei der aus dem Chemieunterricht bekannten Knallgasreaktion werden Wasserstoff und Sauerstoff zusammengeführt und unter Freisetzung von Energie zu Wasser. Allerdings geschieht das kontrolliert, ohne Knall und mit null schädlichen Emissionen. Auf Hamburgs Wasserwegen sind bereits seit rund fünf Jahren emissionsfreie Linien- und Ausflugsschiffe unterwegs. Genau das sollen die Schüler im Kleinen umsetzen.