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Schleswig-Holstein Netz investiert 21 Millionen Euro in Leistungserhöhung des Verteilnetzes in der Region Angeln

08.01.2018

Das Unternehmen verlegt ein neues Hochspannungskabel zwischen Sterup und Süderbrarup. Die Freileitung über die Schlei wird anschließend zurückgebaut.

Um mehr regenerativ erzeugten Strom aufnehmen und weitere EEG-Anlagen an ihre Netze anschließen zu können, steigert Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) die Übertragungskapazität ihres Verteilnetzes in der Region Angeln von 60.000 Volt Mittelspannung auf 110.000 Volt Hochspannung. SH Netz investiert 21 Millionen Euro in diese Leistungserhöhung.

Aus Sicht des Netzbetreibers liegt das Hauptaugenmerk dabei auf dem Bau des neuen Hochspannungskabels zwischen Sterup und Süderbrarup. Im Hinblick auf das Landschaftsbild und den Naturschutz ist jedoch besonders hervorzuheben, dass SH Netz anschließend die 60.000-Volt-Freileitung über die Schlei zurückbauen wird.

Hintergrund der Maßnahme ist der starke Zuwachs von vor allem Windkraftanlagen, aufgrund dessen die bestehenden 60.000-Volt-Freileitungen zwischen Schuby, Schleswig und Struxdorf sowie zwischen Süderbrarup und Eckernförde an ihre Grenzen gestoßen sind.

Arbeiten im Hochspannungsnetz


Voraussichtlich ab Ostern 2018 wird SH Netz das neue Hochspannungskabel auf 11,5 Kilometern Länge als Doppelsystem vom Umspannwerk Süderbrarup zur bestehenden Hochspannungs-Freileitung Weding-Ellenberg (Höhe Gemeinde Sterup) verlegen. Das Hochspannungskabel wird mit drei Metern Abstand voneinander parallel als Doppelsystem errichtet, um die Versorgung von Süderbrarup nach dem Kriterium der n-1-Sicherheit zu gewährleisten. Sollte es zu einer Störung auf dem einen Kabelsystem kommen, kann SH Netz über das andere Kabelsystem die Versorgung aufrechterhalten. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Herbst 2019 dauern.

Um das neue Hochspannungskabel an die bestehende Freileitung anzuschließen, baut SH Netz an der Straße Brunsbüllund in der Gemeinde Sterup eine neue 110-kV-Schaltanlage. Die Arbeiten werden voraussichtlich in der Zeit von April bis Oktober 2018 durchgeführt.

Der Freileitungsabschnitt zwischen den Umspannwerken Struxdorf und Süderbrarup wurde erst im Jahr 1993 errichtet und wurde damals bereits auf 110.000 Volt Nennspannung ausgelegt. Das Teilstück wurde bislang nur mit 60.000 Volt Mittelspannung betrieben, zukünftig werden dort 110.000 Volt Hochspannung übertragen. Aufgrund der Spannungserhöhung müssen die Umspannwerke Struxdorf und Süderbrarup ertüchtigt werden. Die Arbeiten am Umspannwerk in Süderbrarup haben bereits begonnen und werden im November 2018 abgeschlossen sein. Die Arbeiten am Umspannwerk Struxdorf werden voraussichtlich in der Zeit von März 2018 bis April 2019 durchgeführt.

Arbeiten im Mittelspannungsnetz

Um die Spannung des Verteilnetzes von 60.000 Volt auf 110.000 Volt erhöhen zu können, müssen auch Arbeiten im untergeordneten 20.000-Volt-Mittelspannungsnetz erfolgen:

Für die Versorgungssicherheit von Schleswig nach dem Kriterium der n-1-Sicherheit verlegt SH Netz neue Mittelspannungskabel als Doppelsystem zwischen den Umspannwerken Schuby und Schleswig. Im Anschluss kann das ehemalige 20.000/60.000-Volt-Umspannwerk Schleswig zur 20.000-Volt-Mittelspannungs¬schaltanlage zurückgebaut werden. Die Arbeiten werden im Frühjahr 2018 beginnen  und im Hebst 2018 voraussichtlich abgeschlossen sein.

Neben der zukünftig mit 110.000 Volt betriebenen Hochspannungs-Freileitung zwischen den Umspannwerken Struxdorf und Süderbrarup verlaufen dort auch zwei 20.000-Volt-Mittelspannungs-Freileitungen, die der lokalen Versorgung dienen. Im Rahmen der Leistungserhöhung im Verteilnetz werden diese beiden Mittelspannungsfreileitungen modernisiert, d.h. SH Netz verlegt rund 11,5 Kilometer leistungsstärkere Mittelspannungskabel und wird im Anschluss die ausgedienten Mittelspannungs-Freileitungen zurückbauen. Die Arbeiten haben in 2017 begonnen und werden voraussichtlich im Sommer 2018 abgeschlossen sein.

Rückbau der 60.000-Volt-Freileitungen

Nach Abschluss der Arbeiten im Mittel- und Hochspannungsnetz wird SH Netz rund 189 Maste und 40 Kilometer der 60.000-Volt-Freileitungen zwischen Schuby, Schleswig und Struxdorf sowie zwischen Süderbrarup und Eckernförde zurückbauen. Dazu gehört auch der Freileitungsabschnitt über die Schlei von süd-westlich von Ketelsby nach süd-westlich von Sieseby. Das Naturschutzgebiet Schlei wird dadurch deutlich aufgewertet.