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SH Netz investiert rund 1,3 Millionen Euro ins Stromnetz auf Föhr

25.05.2018

Zwischen den Gemeinden Oevenum, Midlum, Alkersum, Oldsum, Dunsum und Utersum werden rund 18 Kilometer Freileitungen durch Erdkabel ersetzt.

Die Strommasten zwischen den sechs Gemeinden Oevenum, Midlum, Alkersum, Oldsum, Dunsum und Utersum auf Föhr im Kreis Nordfriesland gehören zukünftig der Vergangenheit an. Damit geht jetzt auch die letzte Freileitung auf der Nordseeinsel außer Betrieb. Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) ersetzt auf der Strecke insgesamt rund 18 Kilometer Mittelspannungsfreileitungen durch Erdkabel. Die Bauarbeiten beginnen derzeit und sollen voraussichtlich Ende September abgeschlossen sein. Für die Modernisierungsmaßnahme am Stromnetz auf Föhr investiert der Netzbetreiber rund 1,3 Millionen Euro.  

„Erdkabel sind deutlich weniger anfällig gegenüber Witterungseinflüssen“, erläutert Sönke Nissen, Leiter des zuständigen Netzcenters von SH Netz in Niebüll, den Hintergrund des Bauprojektes. Im Zuge der Baumaßnahmen werden anstatt der Freileitungen insgesamt rund 14.000 Meter Erdkabel verlegt. Zudem werden sechs moderne Ortsnetz-Kompaktstationen neu errichtet. Zwei der neuen Stationen können dann von der Netzleitstelle in Rensburg aus ferngesteuert werden. „Dadurch werden Wartung, Steuerung und Störungsbehebung deutlich effizienter“, sagt Sönke Nissen.

Eine Weile bleiben die letzten Freileitungsmasten den Bewohnern der Nordseeinsel jedoch noch erhalten. „Erst nachdem wir die gesamte Leitung verkabelt haben, nehmen wir die Freileitung außer Betrieb und bauen anschließend die Masten ab“, sagt Projektleiter Matthias Feddersen von SH Netz. Der Abbau ist für 2019 geplant. Dann werden die rund 18 Kilometer Freileitung sowie insgesamt 105 Masten und vier alte Freileitungsstationen auf der Strecke abgerissen.

Im Netzgebiet des Netzcenters Niebüll sind bereits 97 Prozent aller Mittelspannungsfreileitungen verkabelt, im Niederspannungsnetz sind es inzwischen sogar 100 Prozent. Dies ermöglicht eine hohe Versorgungssicherheit im Kreis Nordfriesland.