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SH Netz sorgt mit Hightech für sichere Erdgasversorgung

07.04.2017

22 Kommunen im Kreis Steinburg bekommen Besuch vom Gasspürer.

Für die Sicherheit der Gasnetze sind in den kommenden Wochen Gasspürer im Auftrag von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) im Steinburg unterwegs. In 22 Kommunen überprüfen die Experten ab sofort knapp 300 Kilometer der unterirdisch verlegten Erdgasleitungen.

„Gasspüren ist kein Ausbildungsberuf. Eine technische Ausbildung im Gasfach und jahrelange Erfahrung – das komplette erste Jahr durch Anleitung eines erfahrenen Gasspürers – sowie das Ablegen einer Prüfung qualifizieren die Kollegen für die sensible Tätigkeit des Gasspürens“, sagt Manfred Meyn, Projektleiter von SH Netz im Netzcenter Dägeling. Mit der am Stab vor sich hingeführten Messsonde, die über einen Schlauch mit dem Gasspürgerät auf dem Rücken verbunden ist sowie einem Tablet-PC ausgerüstet, macht sich der Gasspürer zu Fuß auf den Weg durch die Straßen und Vorgärten in den Kreisen Segeberg und Steinburg. Der PC zeigt die Lage der Versorgungs- und Hausanschlussleitungen, ob Hoch-, Mittel- oder Niederdruck genau an, sodass die Gasspürer wissen, wo sie sich auf die Suche machen müssen.

Das Gerät saugt die Luft direkt über dem Boden ab und kann bereits kleinste Mengen an Gas in der Luft erkennen. Wenn es einen Schadenshinweis gibt, lokalisiert der Gasspürer den Ursprung des Gases und kann auch feststellen, ob es sich hierbei tatsächlich um austretendes Erdgas handelt – oder beispielsweise um Faulgase aus dem Boden oder der Kanalisation. Ist ein Schaden an einer Erdgasleitung vorhanden, klassifiziert der Gasspür-Experte die Dringlichkeit: Falls nötig, sind die beauftragten Rohrnetzkolonnen von SH Netz innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um den Schaden sofort zu beheben.

Ab sofort begehen die Spezialisten im Auftrag von SH Netz das Gasnetz in den Kreisen Segeberg und Steinburg. „Alle eingesetzten Gasspürer können sich ausweisen und müssen bei dieser Überprüfung nicht in die Häuser“, erläutert Manfred Meyn. „Allerdings müssen sie in die Gärten, um die Hausanschlussleitungen zu überprüfen.“ Pro Jahr läuft ein Gasspürer, je nach Einsatzgebiet, etwa 600 bis 800 Kilometer. Bei Regen, Frost und Schnee kann kein Gas gespürt werden. Da das Gasspüren eine Tätigkeit mit hoher Verantwortung ist, schließlich geht es hierbei um die Versorgungssicherheit der Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen, müssen die Gasspürer ihr Zertifikat regelmäßig durch eine Prüfung auffrischen.

In folgenden Orten sind die Gasspürer unterwegs:
 
Armstedt
Bahrenfleth
Besdorf
Borstel
Brokdorf
Elskop
Grevenkop
Hennstedt
Hohenaspe
Hohenfelde
Hohenlockstedt
Kiebitzreihe
Krempermoor
Lägerdorf
Münsterdorf
Neuenbrook
Rethwisch
Rosdorf
Sommerland
Süderau
Westermoor
Wulfsmoor