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SH Netz warnt vor Gefahren beim Einsatz großer Erntemaschinen unter Strom-Freileitungen

26.09.2018

Aus aktuellem Anlass weist die Schleswig-Holstein Netz zu Beginn der Maisernte alle Landwirte auf mögliche Risiken bei Arbeiten unter Stromleitungen hin.

In der Vergangenheit kamen höhenverstellbare Teile von Erntemaschinen bisweilen versehentlich in Berührung mit Freileitungen. Dies kann für die Verursacher le-bensgefährlich sein und hat für die Kunden in den betroffenen Gemeinden Stromausfälle zur Folge.

„Da es bereits beim Annähern an eine Freileitung zu einem gefährlichen Span-nungsüberschlag kommen kann, müssen die Landwirte mit ihren Maschinen zwingend einen Schutzabstand von drei Metern nach allen Seiten zu einer Mit-telspannungsfreileitung einhalten“, erklärt Jens Peter Solterbeck, technischer Lei-ter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde bei Schleswig-Holstein Netz.

Wenn absehbar ist, dass der Schutzabstand nicht eingehalten werden kann, muss Schleswig-Holstein Netz vor Beginn der Arbeiten unter der Service- und Stö-rungsnummer 04106-648 90 90 informiert werden.

Sollte eine Erntemaschine dennoch versehentlich eine Freileitung berühren, muss der Landwirt unverzüglich die Störungsannahme von Schleswig-Holstein Netz un-ter der Service- und Störungsnummer 04106-648 90 90 informieren, damit eine Spannungsfreischaltung der Leitung veranlasst wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereitschaftsdiensts kümmern sich dann um die Behebung des Schadens.

Wichtiger Verhaltenshinweis:
Der Fahrzeugführer sollte versuchen, den Kontakt zur Freileitung zu unterbre-chen und die Maschine mindestens 20 Meter weit aus dem Gefahrenbereich zu lenken. Gelingt dies nicht, muss der Fahrzeugführer im Fahrzeug bleiben; wie ein Faradayscher Käfig schirmt die Kabine den Fahrzeugführer vor der Spannung ab. Das Fahrzeug setzt den Boden in einem Umkreis von bis zu 20 Metern unter Spannung, so dass eine gleichzeitige Berührung von Fahrzeug und Erdboden, beim Versuch die Maschine zu verlassen, lebensgefährlich sein kann.