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Stadtteil von Neumünster sowie sieben Gemeinden im Umfeld von Neumünster bekommen Besuch vom Gasspürer

15.04.2016

SH Netz beauftragt Hightech-Einsatz über 250 Kilometer für die Versorgungssicherheit.

Für die Sicherheit der Gasnetze sind in den kommenden Wochen die Gasspürer im Auftrag von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) in und um Neumünster herum unterwegs. Im Stadtteil Einfeld und einigen Straßenzügen im Stadtteil Tungendorf sowie in Aukrug, Wasbek, Ehndorf, Arpsdorf, Padenstedt, Hasenkrug und Hardebek überprüfen Experten ab sofort insgesamt 256 Kilometer unterirdisch verlegte Gasleitungen. Der SH Netz-Partner Stadtwerke Neumünster hat mit der Prüfung die Firma Sewerin beauftragt, die die Versorgungsleitungen und Hausanschlussleitungen überprüfen wird.

„Gasspüren ist kein Ausbildungsberuf. Eine technische Ausbildung und jahrelange Erfahrung – das komplette erste Jahr durch Anleitung eines erfahrenen Gasspürers – sowie das Ablegen einer Prüfung qualifizieren die Kollegen für die sensible Tätigkeit des Gasspürens“, sagt Bernhard Wegner, Projektleiter im Netzcenter Neumünster von SH Netz. Mit der am Stab vor sich hingeführten Messsonde, die über einen Schlauch mit dem Gasspürgerät auf dem Rücken verbunden ist sowie einem Tablet-PC ausgerüstet, macht sich der Gasspürer zu Fuß auf den Weg durch die Straßen. Der PC zeigt die Lage der Gasleitungen, ob Hoch-, Mittel- oder Niederdruck, genau an, sodass die Gasspürer wissen, wo sie sich auf die Suche machen müssen.

Das Gerät saugt die Luft direkt über dem Boden ab und kann bereits kleinste Mengen an Gas in der Luft erkennen. Wenn es einen Schadenshinweis gibt, lokalisiert der Gasspürer den Ursprung des Gases und kann auch feststellen, ob es sich hierbei tatsächlich um austretendes Erdgas handelt – oder beispielsweise um Faulgase aus dem Boden. Ist ein Schaden an einer Erdgasleitung vorhanden, klassifiziert der Gasspür-Experte die Dringlichkeit: Falls nötig, sind die beauftragten Rohrnetzkolonnen innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um den Schaden sofort zu beheben.

Pro Jahr läuft ein Gasspürer, je nach Einsatzgebiet, etwa 600 bis 800 Kilometer ab. Bei Regen, Frost und Schnee kann kein Gas gespürt werden. Da das Gasspüren eine Tätigkeit mit hoher Verantwortung ist – schließlich geht es hierbei um die Versorgungssicherheit der Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen –, müssen die Gasspürer ihr Zertifikat regelmäßig durch eine Prüfung auffrischen.

Hinweis an die Redaktion: Wenn Sie den Gasspürer bei der Arbeit begleiten möchten, wenden Sie sich gerne an die Pressestelle von SH Netz unter presse@sh-netz.com oder 0 41 06 / 6 29-34 22.