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Was tun wenn’s brennt

27.06.2018

Freiwillige Feuerwehr Meldorf und HanseWerk Natur proben den Ernstfall

Alarm im Blockheizkraftwerk am Südfall in Meldorf – die Warnleuchte leuchtet orange. In dem Gebäude befindet sich ein Biogas-Blockheizkraftwerk (BHKW) der HanseWerk Natur GmbH. Der Alarm wurde automatisch ausgelöst, es hat eine Verpuffung gegeben. Und es wird eine Person vermisst, die gerade an der Anlage arbeitete. Für die Freiwillige Feuerwehr Meldorf, die zuerst am Einsatzort ist, heißt das, es ist höchste Eile, aber auch Vorsicht geboten. Denn die Anlage muss zunächst „freigemessen“ werden.

Wirklich Gefahr für Leib und Leben bestand am 26. Juni um 17.45 Uhr allerdings nicht – denn der Einsatz war eine sogenannte „scharfe“ Übung, soll heißen eine Überraschung auch für die Kameradinnen und Kameraden. Die Übung, vorbereitet von Marco Tams von HanseWerk Natur, soll der Feuerwehr helfen, sich auf einen etwaigen Ernstfall vorzubereiten. „Gerade im Bereich technischer Anlagen sind besondere Anforderungen zu beachten“, erklärt Marc Claussen, Leiter des HanseWerk Natur Standortes in Fockbek, von wo aus auch die Anlage „Südfall“ betreut wird. „Deshalb organisieren wir regelmäßig Übungen mit den örtlichen Feuerwehren.“ Die Übungen werden auch genutzt, um die örtlichen Einsatzkräfte in die Anlage einzuweisen, damit diese im Ernstfall wissen, was zu tun ist.

Das BHKW im Südfall erzeugt umweltschonend Strom und Wärme. Durch den Einsatz von Biogas erfolgt die Erzeugung CO2-neutral, da nur die Kohlendioxidmenge freigesetzt wird, die der Atmosphäre durch das vorangegangene Pflanzenwachstum entzogen wurde. Mit einer elektrischen Leistung von rund 250 Kilowatt erzeugt das BHKW jährlich mehr als zwei Millionen Kilowattstunden Strom. Das reicht aus, um den Bedarf von rund 500 Haushalten zu decken oder für mehr als drei Millionen 60-Grad-Waschgänge. Die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme wird in das bestehende Wärmenetz eingespeist und zur Versorgung des angeschlossenen Wohngebietes, mit über 140 Anschlüssen, genutzt.

Insgesamt unterhält HanseWerk Natur sechs Betriebsstandorte in Norddeutschland, von denen aus über 1.000 Anlagen betreut werden. Die Anlagen in Dithmarschen werden vom Betriebscenter Fockbek betreut. Mindestens einmal im Jahr findet eine Feuerwehrübung statt. So können sich die Feuerwehren vor Ort auf den Ernstfall vorbereiten.