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SH Netz: Rund neun Millionen Euro für neues Umspannwerk samt Freileitungen in Bad Bramstedt

21.09.2021

Netzbetreiber informiert Kommunalpolitiker und Verwaltung beim „Baustellengespräch“ – Inbetriebnahme im zweiten Quartal 2022 geplant.

Die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) investiert rund neun Millionen Euro in den Ersatzneubau des Umspannwerks Bad Bramstedt. Darin erhalten sind die Kosten für Neu- und Rückbau der Freileitungen inklusive Masten in Höhe von etwa 2,7 Millionen Euro. Das rund 13.000 Quadratmeter große Grundstück liegt nur wenige Meter vom alten Standort im B-Plan 58 „Gewerbegebiet Süd“ an der B206 entfernt. Die Bauarbeiten haben im Juni begonnen. Über den Fortschritt informierten Daniel Schaefer, zuständiger Kommunalbetreuer von SH Netz im Kreis Segeberg, und Michael Krause  vom Netzcenter von SH Netz in Kaltenkirchen interessierte Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter, darunter auch Bürgermeisterin Verena Jeske beim „Baustellengespräch“.

Nach Gründung der mehr als 50 bis zu 16 Meter langen Bohrpfähle für die Fundamente des Betriebsgebäudes, der Transformatoren und des Freileitungsmastes gehen die Bauarbeiten nach außen sichtbar voran. Einige Stunden vor dem Ortstermin sind zwei bei der Firma Kolektor Etra in Slowenien hergestellte Transformatoren nach etwa 1250 Kilometer langer Anreise per Schwerlasttransport auf der Baustelle eingetroffen. Die 75 bzw. 64 Tonnen schweren Trafos mit einer Leistung von 63 bzw. 40 Megavoltampere (MVA) werden millimetergenau auf die vorbereiteten Fundamente verschoben. Erst in der Woche zuvor war der etwa 35 Tonnen schwere und in der Spitze 26 Meter hohe Winkelendmast mit Hilfe eines Schwerlastkrans auf dem Baufeld montiert worden. 

„Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Bernd Baumann, Projektleiter für den Ersatzneubau des Umspannwerkes. Die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2022 vorgesehen. Bis dahin stehen umfangreiche Montagearbeiten an. Die Hochspannungsanlage selbst besteht aus sechs 110-kV-Schaltfeldern mit einer Feldteilung von zehn Metern Breite. Insgesamt werden rund 38 Tonnen Stahl, 420 Meter Aluminium-Rohrsammelschienen und 92 Fertigfundamente mit einem Einzelgewicht von bis zu elf Tonnen verbaut. Die Mittelspannungsanlagen kommen von der Firma Siemens aus Frankfurt/Main. Die 11-kV-Schaltanlage verfügt über 35 Schaltfelder, die 20-kV-Schaltanlage über fünf Schaltfelder. Das Betriebsgebäude für die Infrastruktur, die Mittelspannungsschaltanlagen und die dazugehörige Leittechnik wird mit Doppelpultdach errichtet.

Der Rückbau der beiden nicht mehr benötigten Stahlgittermasten und der dazugehörigen Freileitungen zum alten Umspannwerk wird nach Inbetriebnahme des Ersatzneubaus erfol-gen. „Um die Versorgung bis dahin aufrecht zu halten, war ein Provisorium mit Baueinsatzkabeln und eine Kabelbrücke über die viel befahrene Bundesstraße erforderlich“, sagt Marius Bruhn, Projektleiter Freileitungsbau bei SH Netz. Der Seilzug zum neu errichteten Winkelendmast ist für Frühjahr 2022 geplant.

„Die Baumaßnahme mit Leitungsverstärkung dient der Erhöhung der Versorgungssicherheit der angeschlossenen Haushalte in der Stadt Bad Bramstedt und den umliegenden Gemeinden“, sagt Projektmanager Bernd Baumann. Überwachung und Steuerung der technischen Anlagen erfolgen an 365 Tagen im Jahr durch die zentrale Netzleitstelle von SH Netz in Rendsburg. Landesweit betreibt der Netzdienstleister 254 Umspannwerke und Schalthäuser.